Schützen Sie Ihr Vermögen vor Inflation

Lange war Inflation kein Thema, doch jetzt ist sie wieder da – und der Ukrainekrieg heizt sie noch an. An zeitgemäßen Sparformen wie etwa Investmentfonds führt daher kein Weg mehr vorbei.

Einkaufen, tanken, heizen – all dies wurde in den letzten Monaten spürbar teurer, also schon vor der russischen Militäroperation in der Ukraine Ende Februar. Doch nicht nur im Geldbeutel ist dies zu spüren. Auch als Sparer sind Sie dann betroffen, wenn der Zins Ihrer Geldanlage niedriger ist als die Inflationsrate. Dann verliert Ihr Erspartes real an Wert. Und dies ist leider häufig der Fall.

Denn viele Menschen lassen ihr Geld in großen Teilen ungenutzt, zum Beispiel als Bargeld oder auf Bankkonten, liegen. Per Ende Dezember 2021 betrug dieser Anteil am Geldvermögen der deutschen Haushalte nach Angaben der Bundesbank über 2,9 Billionen Euro. Das sind rund 40 Prozent des gesamten Geldvermögens von 7,6 Billionen Euro.

Was bedeutet Inflation?

Bei Inflation steigen die allgemeinen Preise für Produkte und Dienstleistungen über einen längeren Zeitraum. Lebensmittel, Heizöl und Fernseher werden also ebenso teurer wie der Besuch beim Friseur, im Restaurant oder im Fitness-Studio.

Bei Inflation spricht man auch von „Geldentwertung“ oder „Teuerung“. Warum? Kostet etwa ein Liter Benzin in vier Wochen mehr als heute, bedeutet das anders ausgedrückt: Für einen Euro erhält man in vier Wochen weniger Benzin als heute. Die Kaufkraft des Geldes sinkt also.

Natürlich können die Preise auch einmal anhaltend sinken. Waren und Dienstleistungen werden also günstiger. Dann spricht man von Deflation.

Wo liegen die Ursachen von Inflation?

Läuft zum Beispiel die Konjunktur gut, wächst die Nachfrage nach Rohstoffen und anderen Gütern unter Umständen so schnell, dass die Anbieter ihre Produktion nicht rechtzeitig ausweiten können. Infolgedessen steigen dafür die Preise und damit auch die Kosten für die Produktion von nachgelagerten Waren. Aktuell sind die gestiegenen Preise für Energie eine der Hauptursachen für die Teuerung.

Ein weiterer Auslöser für Inflation wären steigende Löhne. Die Menschen haben mehr Geld zum Ausgeben, Nachfrage und Preise steigen. Daraus kann eine sogenannte „Lohn-Preis-Spirale“ entstehen, bei der sich Löhne und Preise immer weiter hochschaukeln.

Inwiefern betrifft Inflation auch Sparer?

Inflation tut weh – nicht nur beim Einkaufen, sondern etwa auch auf dem Bankkonto. Warum das?

Ist die Inflationsrate höher als die für das angelegte Geld erzielten Zinsen, sinkt der reale Wert des Geldvermögens. Man spricht dann von negativen Realzinsen. Ein einfaches Beispiel: Wer 10.000 Euro zu 0,5 Prozent Zinsen jährlich und bei einer Inflationsrate von 4 Prozent angelegt hat, der hat nach einem Jahr einen Vermögensverlust von 350 Euro beziehungsweise 3,5 Prozent erlitten.

 

Wie können sich Sparer absichern?

Jeder, der Geld zur Seite legt, sollte also die Inflation berücksichtigen und sein Depot entsprechend ausrichten. Interessant kann es daher sein, Teile des Ersparten in renditestärkere Anlageformen wie Investmentfonds, zum Beispiel mit Aktien, zu investieren.

Wir beraten Sie gerne!